spaetestens seit andy warhole muss doch ein kunstwerk kein unikat mehr
sein.
in asien ist die sicht der dinge auch anders, als in der westlichen welt. ein
kuenstler gibt einen stil vor und andere kuenstler - oder solche, die kunstler
werden wollen - versuchen diesen stil moeglichst genau zu kopieren.
wenn ich mir so manche einrichtungsgegenstaende, ob nun stuehle, aschen-
becher, saftpressen oder was weiss ich was, anschaue sage ich mir: das ist
cool, das ist kunst. dabei ist doch egal, ob es das stueck 1 mal oder 1 mio
mal gibt.
dass fuer manche (oder fuer viele) ein ding an reiz verliert, wenn es auch
von vielen anderen besessen wird, ist eine andere sache.
aber vielleicht ist das auch der punkt, wo kunst und design sich unterscheiden.
designte gegenstaende haben (oder sollten) einen praktischen nutzen (haben).
aus meiner sicht ist es so, dass kunst eine botschaft haben sollte und design
einen praktischen zweck erfuellen sollte. also die ersten fuenf absaetze
waren quasi ein innerer monolog und sollten nicht beachtet werden.